LINKEN-Erfolg: Senat plant internationales Symposium „Saubere Luft im Hafen“


von Karin Liedtke

Hamburg. Am 14. September 2019 flanierte die Parade der Kreuzfahrtschiffe während der Cruise Days durch den Hamburger Hafen, bunt und dreckig. Nur eine Woche später, am Freitag, dem 20. September, demonstrierten fast 100.000 Menschen beim Klimastreik von „Fridays for Future“, friedlich und kreativ, in Hamburg.

Foto: Karsten Strasser

DIE LINKE, die mit der „Fridays für Future“-Bewegung solidarisch ist, hatte bereits im Mai einen Antrag in den Umweltausschuss der Bezirksversammlung Altona eingereicht, und damit einen der Klimakiller, die Kreuzfahrt-Lobby, in den Blick genommen.

Das Ergebnis von Studien, über das unterschätzte Ausmaß der Wirkung giftiger Schiffsabgase auf menschliche Zellen, die aus Renditegründen fehlende Bereitschaft der Reedereien, trotz steigender Gewinne und einem Wachstumsmarkt im zweistelligen Prozentbereich, ein Minimum des technisch Machbaren zum Klimaschutz umzusetzen, und die Tatsache, dass gerade Kreuzfahrtschiffe sensibelste Ökosysteme anfahren und so Menschen, Umwelt und Klima irreversibel schädigen, hatten zu dem Antrag geführt.

DIE LINKE forderte, anstelle der Cruise Days, ein internationales Hamburger Symposium mit dem Arbeitstitel „Saubere Luft im Hafen“ zu veranstalten.

Nachdem sich, nach den Umweltpolitikern der Fraktionen, auch der Hauptausschuss mit dem Antrag befasst hatte, war jetzt die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI), am Zug. In ihrer Stellungnahme vom August schließt sie sich der Auffassung der LINKSFRAKTION an, das ein „..internationaler Austausch .. wichtig und erforderlich“ ist.

Das Symposium soll schnellstmöglich kommen. „Aufgrund der notwendigen Vorplanung und des zeitlichen Vorlaufs wird die Veranstaltung voraussichtlich im Jahr 2020 stattfinden“. Die Gespräche dazu beginnen noch in diesem Jahr.

DIE LINKE wird die Vorbereitung und die inhaltliche Gestaltung des Symposiums aufmerksam und mit konstruktiver Kritik begleiten.

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